Donnerstag, 13. März 2008

Bye Bye Marc

Jetzt war es also soweit. Nachdem in den ersten Monaten meines Infojahres unser "German Office" zahlenmaessig immer groesser geworden war, beginnt nun die Zeit des Abschiednehmens. Es ist schon ein wenig Schade, dass Marc uns jetzt in Richtung Duisburg verlassen hat aber wie sagt man so schoen: Alles hat ein Ende... !!!




In seiner letzten Woche hier in Boca Raton haben wir natuerlich noch einige lustige Stunden zusammen verbracht in denen wir auch unsere gemeinsamen Erlebnisse & Erfahrungen Revue passieren lassen haben. Los ging es am vergangenen Montag 10-03-2008 zu seiner offiziellen Abschiedsfeier bei sich zu Hause. Marc hatte lecker gekocht und anschliessend gab es neben Abschiedsgeschenken fuer Ihn auch noch einen "Basar" fuer Diejenigen die hierbleiben (duerfen). Da man im Verlaufe eines Jahres bekanntlich Unmengen an nuetzlichen und weniger nuetzlichen Dingen ansammelt (oder ebenfalls vererbt bekommen hat) ist es hier unter den Informanden zur Tradition geworden den Nachfolgern einen Basar zu praesentieren wobei sich jeder etwas mitnehmen muss damit Derjenige, der nach Hause fliegt, die Altlasten sozusagen weiterreichen kann. Eine wirklich sinnvolle Geschichte denn was macht man z.B. mit Strandstuehlen, Surfbrettern, Hurikanequipment,... in Deutschland (ganz zu schweigen von dem Transport)??? Egal, war auf jeden Fall ein sehr lustiger Abend und alle sind reich beschenkt gegen Mitternacht wieder nach Hause gefahren.



Am Dienstag stand Teil 2 der Abschiedsrunde an. Marc und ich waren am Abend bei Marcel & Stephanie zu einem Abschiedsbierchen vorbeigeduest nachdem alle anderen Kollegen und Kolleginnen kurzfristig leider absagen mussten. So waren wir zu Viert was aber der Stimmung keinen Abbruch tat und sogar den Vorteil hatte, dass wir relativ frueh und ziemlich nuechtern den Abend beenden konnten. Aus sagenumwogenen Geschichten sind mir da ganz andere Abschiedsexzesse zu Ohren gekommen was an der Tatsache liegt, dass Marcel und Stephanie wirklich sehr nette Gastgeber sind und speziel Marcel sein Koennen als erfolgreicher Barkeeper gern seinen Gaesten demonstriert.




Teil 3 und eigentlicher Hoehepunkt des Abschiedmaratons war ein von uns organisiertes "sunrise-breakfast" am Strand von Boca. Da Marc auf unserer letzten gemeinsamen Tour (Marco Island) davon erzaehlt hatte, dass er in dem ganzen Jahr nicht einmal einen Sonnenaufgang am Strand beobachtet hat, war dass fuer uns natuerlich Anlass genug das fuer Ihn zu organisieren. Und wenn Franzi und ich schon einmal am Planen sind dann wird auch an Alles gedacht...inkl. dem passendem Wetter! Mit Liegestuehlen bewaffnet, Kaffee beim Starbucks organisiert und Bagels mundfertig zubereitet, haben wir uns alle (Martin, Steven, Claudia, Franzi, ich und natuerlich Marc) um 7:15Uhr am "Spanish River Beach" getroffen.






Ein wirklich perfekt insziniertes Gesamtkunstwerk spielte sich vor unseren Augen ab. Ein klarer Himmel, das Meer ruhte sanft wie ein Bergsee und das Tageslicht kroch langsam vor unseren Augen am Horizont empor. Ein wirklich traumhafter Moment und die waermenden Sonnenstrahlen tauchten die Umgebung in ein melanchonisches Licht. So haben wir zu 6 Marcs letzte Stunden in Boca zusammen verbracht und ich glaube er (und wir alle) werden diesen Moment nicht vergessen. Fuer Ihn ging es anschliesend (nach einigen letzten organisatorischen Dingen) in Richtung Airport Miami und fuer uns hinein in den Alltag.

Es war ein gebuehrender Abschluss fuer einen Kollegen & Weggefaehrten der mir gerade in der Anfangszeit sehr hilfreich zur Seite gestanden ist, mit dem ich viele lustige aber auch anspruchsvolle Konversationen fuehren konnte und dem ich hiermit alles Gute fuer seine kommenden Herausforderungen wuensche.

Marc...Gruess die Heimat von uns und ich bin mir sicher, dass Du Dich gern an die gemeinsame Zeit hier in Boca Raton erinnern wirst.

Montag, 10. März 2008

Ein Wochenende mit Pfaelzern

Ein Highlight jagt das Naechste und von Langeweile keine Spur. So kann man meine jetzige Lebensphase bezeichnen und ich mus ehrlich sagen...Es ist einfach nur sehr schoen...wenn auch etwas anstrengend und mit sehr wenig Schlaf verbunden.



Nach einem Abend Verschnaufpause (07-03-2008) klingelte puenklich am Samstag Morgen um 7 Uhr mein Wecker. Nicht etwa, dass ich vergessen haette Ihn von dem "normalen Wochenrhytmus" auszustellen...nein es war geplant ... denn gegen 7:30 Uhr stand schon Franzi mit Ihren beiden Landauer Freunden vor meiner Haustuer und es ging in Richtung Fort Lauderdale. Dort starteten wir um 8:15 Uhr mit dem Wasertaxi eine Tagesbootstour ueber den Intracoastal direkt nach Miami Beach. Nach ca. 3,5 Stunden Fahrt vorbei an Port Everglades, suendhaftteuren Villen und Yachten sowie der Skyline von Miami sind wir bei immer besser werdendem Wetter gut gelaunt in Miami Beach gelandet. Von dort gleich direkt an den Strand und da haben wir ersteinmal ausgiebig gepicknickt. "MAMA Franzi" hatte wieder an alles gedacht (und mir natuerlich vorher auch noch Instruktionen gegeben an was ich alles zu denken habe :-) und so haben wir bei fantastischen Wetter ein ausgiebiges Paeuschen am Strand eingelegt. War wirklich sehr entspannend und was ich besonders lustig empfand war die Tatsache, dass Frau Holzmann von Minute zu Minute mehr in Ihren natuerlichen Slang oder sagen wir Dialekt verfallen ist und ich von Zeit zu Zeit Muehe hatte die "Landau-Connection" zu verstehen. Die restlichen Stunden in Miami Beach haben wir mit umherflanieren verbracht und waren auf die Sekunde genau an unserer Bootstation zurueck. Die Rueckfahrt dauerte erneut ca. 3,5 Stunden nur dieses Mal sah alles noch etwas schoener aus da die Sonne von einem makellos blauen Himmel lachte. Das hatte zur Folge dass wir uns alle ordentlich unsere sensiblen europaeischen Haeute verbrannt haben (Autsch...!!!) An diesem Nachmittag gab es zusaetzlich eine recht seltene Mond/Sonne-Konstellation so dass die Ebbe etwas heftiger ausfiel und unser Boot das ein und andere Mal auf dem Grund aufgesetzt hat. Positiver Nebeneffekt: Die neu geschaffenen Inseln und Sandbaenke wurden von den Einheimischen gleich mal zu spontanen Partylocation umgwandelt!(crazy) Am Abend wurde dann noch bei mir zu Hause gekocht (Mama Miracolli) und der Tag gemuetlich mit Wein und Bier begossen.



Sonntag, 09-03-2008 klingelte mein Wecker bereits um 4 Uhr! Oh mein Gott..was hab ich mir da angetahn?? Additiv zu dieser unchristlichen Zeit kam noch die Tatsache, dass in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Uhr auf Sommerzeit umgestellt wurde und wir somit noch eine Stunde weniger Schlaf hatten. Ihr fragt Euch jetzt sicher ...warum der ganze Stress??

Franzi hatte fuer uns 4 eine gefuehrte Kanutour durch den "Everglades National Park" gebucht (ja genau...der aufmerksame Leser wird sich erinnern, dass ich da vor 2 Wochen bereits war) wobei der Treffpunkt um 7:45 Uhr (also wenige Minuten nach Sonnenaufgang) am "Flamingo Visitor Center" sein sollte. Mitten in der Nacht ging es also Richtung Sueden und wir staunten nicht schlecht als das Aussentermometer frostige 50 Fahrenheit anzeigte. Bis zum Ziel sollte die Temperatur noch weiter fallen (44 F) was deutlich unter 10 Grad Celsius bedeutet!!! Einziger positiver Nebeneffekt dieser Kaltfront war der wirklich stahlblaue Himmel und ein schoener Sonnenaufgang. Voellig durchgefroren haben wir uns in Flamingo ersteinmal ein Fruehstueck gegoennt und waren letztendlich puenktlich an unserem Startpunkt.



Nach einer kurzen Einweisung ging es anschliessend jeweils zu Zweit im Kanu durch die Everglades. Vorbei an unberuehrter Natur, Alligatoren, Voegeln und diversen Gewaechsen! Die Everglades (Fluss aus Grass) auf diesem Wege zu erkunden war wirklich einmalig und waren die Muehen auf jeden Fall wert! Wann hat man sonst schon mal die Chance in diese einmalige Landschaft so tief einzudringen und Alligatoren neben dem Kanu zu erleben? Ich habe die ca. 3 Stunden sehr genossen und die Eindruecke sehr bewusst aufgesogen. Es war ein unbeschreibliches Gefuehl Mitten in der Natur ...wenn der Tag und das Leben langsam erwachen. Toll!!



Der Rest des Tages war ein einziger Kampf gegen die Muedigkeit bzw den Sonnenbrand vom Vortag. Da es aber erst Mittag war, haben wir noch einige Stunden im Nationalpark verbracht u.a. mit einem sehr entspannten Picknick und einem recht schoenen Natur-Trail.
Am Abend bin ich dann totmuede aber sehr gluecklich in mein Bettchen gefallen und rueckblickend muss ich sagen, dass mir das Wochenende erneut viele neue Eindruecke gebracht hat und als Nebeneffekt auch ein besseres Sprachverstaendnis der pfaelzischen Mundart.

@Bilder werden bald nachgereicht

Samstag, 8. März 2008

Marco Island

Am Samstag, 01-03-2008 stand ein Maennerausflug auf dem Tagesprogramm. Ziel war dieses Mal die Westkueste Floridas (Marco Island) und auf dem Weg dahin haben wir noch dem "Collier Simenole State Park" einen Besuch abgestattet. Aber der Reihe nach. Mit an Bord waren Marc, Martin und mein Besuch aus Muenchen, Jens. Zu Viert ging s also recht frueh Richtung Sueden und dann ueber den "Tamiami Trail" gen Westen!



Erster Stopp war nach ca. 1,5 Stunden Fahrzeit ein recht schoener Campingplatz und da haben wir ausgiebig gefruehstueckt. Ich kam mir ein wenig vor wie an Christi Himmelfahrt ... nur mit Maennern unterwegs, lustige Sprueche und wunderbares Wetter. Weiter ging es auf dem "Tamiami Trail" der Mitten durch die Everglades fuehrt und somit ein landschaftlichen Rahmen schafft der wirklich einmalig ist. Links und rechts neben der Strasse fliesst der "Fluss aus Gras" sowie Cypressenwaelder und Alligatoren saeumten den Weg...schoen! Kurze Zeit spaeter hatten wir unserer erstes Ziel erreicht, den "Collier Simenole State Park". Marc hatte im Vorfeld etwas Internetrecherche betrieben und der Park entprach dem was er versprochen hatte. Schoene Natur, einige Trails und die Moeglichkeit Kanus stundenweise zu mieten. Da die Kanus zu Zweit zu besetzen waren, war die Aufteilung klar. Kanu 1: "German office" mit Marc und Martin, Kanu 2. "Die Wahl-Muenchener" mit Jens und mir. In dieser Konstellation ging es 2 Stunden durch die Landschaft...recht schoen aber nicht spektakulaer! Da so eine Kanutour etwas an den Kraeften zerrt, (nicht wirklich aber es passt als Einleitung zu dem folgendem 2. Satzabschnitt) wurde dannach erneut Picknick gemacht. Anschliessend wollten wir einen Trail in dem Naturreservat gehen aber da uns 1000000000 Muecken aufressen wollten, sind wir nach 100 Metern umgedreht und im Laufschritt aus dem Park gefluechtet.


Nun sollte der Tag erst richtig lustig werden. Wie es sich fuer einen Maennerausflug gehoert: Erste Amtshandlung auf Marco Island...Halt am "Liquor Store" um ein wenig Gerstensaft und Chips einzukaufen. Gut ausgestattet ging es anschliessend direkt an den Strand und dort haben wir es uns in unseren mitgebrachten Sonnenstuehlen gemuetlich gemacht. Ach ...kann das Leben schoen sein. Die nachmittagliche Sonne schien idyllisch ueber dem Golf von Mexico auf unsere "durchtrainierten Baeuche"... ein Bierchen in der Hand und so konnten wir genuesslich das Strandgeschehen beobachten. Da es nach einigen Stunden doch etwas kuehler wurde und wir etwas Hunger verspuehrten, sind wir bereits vor Sonnenuntergang aufgebrochen um uns ein nettes Restaurant zu suchen. Nach wenigen Minuten hatten wir ein schoenes Plaetzchen gefunden und wir liessen den Tag bei einem guten dinner genuesslich ausklingen. Da sich Boca Raton bekanntlich auf der Ostseite Floridas befindet, sind dort Sonnenuntergaenge im Meer nicht zu erwarten und so haben wir die Chance ergiffen und unser Restaurant auf "Marco Island" dementsprechend mit Sorgfalt ausgesucht. Die Bilder sprechen fuer sich! Nach Einbruch der Dunkelheit fuhren wir die gut 2,5 Stunden zurueck in unsere Heimat und waren somit auch relativ frueh im Bett.



Fazit: Lustiger Tagesausflug mit jeder Menge Spass und Abwechslung.

@ Bilder werden demnaechst online gestellt