Montag, 7. Januar 2008

Key West again


Kurzentschlossen ging es fuer uns drei (Marcus, Franzi & mich) am Samstag (kurz vor Silvester) zu einer unchristlichen Zeit in Richtung Key West. Nicht dass wir alle Fruehaufsteher waeren aber so ein Trip bis an‘s suedliche Ende der kontinentalen USA zieht sich da man auf der Inselkette mehr oder weniger nur im Spritspartempo vorankommt und wir zusaetzlich noch in Miami Beach zum fruehstuecken wollten. Den urspruenglich angepeilten Sonnenaufgang zum Fruehstueck haben wir natuerlich verpasst was aber auch halb so schlimm war/ist … denn… bekanntlich geht die Sonne jeden Tag auf! (Man muss das einfach entspannt sehen)


Nach einer recht lustigen Fahrt sind wir gegen 16 Uhr in KW angekommen und haben uns gleich auf die Suche nach einem schoenen , lauschigen Parkplatz am Strand gemacht da wir vorhatten die Nacht in unseren Schalfsaecken direkt am Meer zu verbringen. Leider ist dieses Vorhaben klaeglich gescheitert da die Straende in Key West nicht unseren karibischen Vorstellungen entsprochen haben. Zum Glueck ist mein Mietwagen recht gemuetlich und geraeumig und wir waren uns sehr schnell einig dass die Nacht im Auto verbracht wird. Ok, gesagt …und auch getan und ich muss ehrlich sagen dass ich schon schlechter geschlafen habe!

Bevor es an‘s Schlafen ging, stand erst einmal Feiern auf der Tagesordnung! Wo startet man einen Abend an diesem wundervollen Ort besser als auf einem Schiff welches der untergehenden Sonne entgegenschaukelt. Die gut 2 stuendige Tour hat alle Erwartungen voll erfuellt! Die im Preis enthaltenden frei konsumierbaren Getraenke zeigten nach kuerzester Zeit nicht nur bei uns Ihre Wirkung was der Stimmung natuerlich keinen Abbruch tat. So stell ich mir Freiheit vor: ein frisch gekeuhltes Bierchen in der Hand, die untergehende Sonne vor Augen, eine leichte Meeresbriese im Gesicht und gut gelaunte Menschen an Bord!

Nach diesem schoenen Erlebnis ging es direkt weiter. Unsere neu gewonnen amerikanischen Freunde (Sie Anfang 40 und gerade in Ihrem vielleicht 10.Fruehling…Er etwas juenger und mit dem noetigen Kleingeld ausgestatteten Portmonaise …und natuerlich …„nur gute Freunde“) wollten mit uns gleich noch den weiteren Abend verbringen. Kein Problem fuer uns und auf der anderen Seite auch super hilfreich da die beiden sich ganz gut in der „Conch Republik“ (so bezeichnen die Einwohner Ihre Insel)auskannten. So haben wir weitere lustige, aufschlussreiche und lange in Erinnerung bleibende Stunden beim Dinner in einer „Key-West-Style-Bar“ verbracht.

Die Nacht war kurz (Dank eines nicht aufhoerenden Hahns direkt neben unserer Schlafstaette) und dementsprechend war unsere Stimmung. Das hatte aber den Vorteil, dass wir uns ganz relaxed den Sonnenaufgang ansehen konnten und wir somit unser Vorhaben vom Vortag einfach nachgeholt haben. Anschliessend noch etwas sightseeing und ein Fruehstueck in Key West und weiter ging es zum „Bahia Honda State Park“. Dort haben wir den fehlenden Schlaf der Nacht nachgeholt und uns die Sonne auf unsere Baeuche scheinen lassen. Wirklich ein sehr idylischen Fleckchen Erde mit Entspannungsgarantie! Frisch gebraeunt & ausgeschlafen ging es am spaeten Nachmittag leider schon wieder zurueck nach Boca Raton da Franzi und ich am naechsten morgen wieder im Buero erscheinen sollten. Zum Glueck nur fuer einen halben Tag da Silvester vor der Tuer stand!

@ Eindruecke von der Tour auch auf den blogs von Marcus und Franzi

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Weihnachten 2007

Nachdem ich 2005 Weihnachten bereits unter der Sonne Suedafrikas gefeiert habe und mir das ausserordentlich gut gefallen hat, wird mir das diesjaehrige Weihnachtsfest auch sehr lange in Erinnerung bleiben. Der heilige Abend startete mit ca 30 Grad und strahlendem Sonnenschein so dass wir fast schon gezwungen waren zum Strand zu gehen. Ein unbeschreiblich gutes Gefuehl mit dem Bewusstsein am Strand zu entspannen, dass alle Freunde, Bekannte und Verwandte zur gleichen Zeit im bitterkalten Deutschland unterm Tannenbaum sitzen und keinen Fuss mehr vor die Tuer machen wollen.



Gegen 18 Uhr ging es dann zusammen mit Marcus, Dennis und Franzi zum Gottesdienst. Eine sehr interessante Erfahrung fuer uns alle da so ein Weihnachtsgottedienst "made in Florida" doch etwas anders ablaeuft als man es aus Deutschland gewohnt ist. Eine ultramoderne Kirche (eingerichtet mit Beamer, Soundanlange, Instrumenten,Klimaanlage, ...) erwartete uns und die "festliche Christmesse" sollte beginnen. Das gut 2 stuendige Unterhaltungsprogramm (die Bibelgeschichte wurde...sagen wir mal so ...etwas moderner interpretiert) versetzte mich schlussendlich doch in eine weihnachtliche Stimmungslage und gipfelte in einer gemeinsamen Candlelight-Zeremonie untermalt mit "Silent Night". Gluecklich und beseelt ging es anschliessend zum Weihnachtsdinner in den "Mizner Park" und spaeter noch in eine Strandbar.


Das eigentliche Weihnachtshighlight sollte aber am 25. Dezember folgen. (das Weihnachtsfest wird in Amerika auch erst an diesem Tag gefeiert) Als kleine Ueberraschung fuer unsere Gaeste hatten Franzi und ich uns ein gemuetliches Abendessen ganz im amerikanischen Stiel bei mir zu Hause ueberlegt. Nach langer Beratung haben wir uns fuer einen Truthan entschieden was im Nachhinein eine Superidee war. Die Zubereitung war extrem easy (Einfach 2 Stunden in den Backofen) und geschmacklich waren wir alle positiv ueberrascht. "Mama Franzi" war an diesem Abend ganz in Ihrem Element (hat sich wirklich fuersorglich um uns Maenner gekuemmert) und uns neben selbstgemachtem Sangria auch noch ein Pfefferkuchenhaus zum selberbasteln besorgt. Man kann sich ja vorstellen was mit Maenner passiert wenn Sie vor eine solche Herausforderung gestellt werden. Der kindliche Spieltrieb war sofort geweckt und nach kuerzester Zeit war das wohl "schoenste Lebkuchenhaus der Welt" in Gemeinschaftsarbeit fertiggestellt welches spaeter vom Tropensturm "Franziska" etwas beschaedigt wurde. Bei ausgelassener Stimmung wurden anschliessend noch Geschenke ausgetauscht und viel gelacht. Da man die Feste bekanntlich feiern soll wie sie fallen, ging es fuer uns 4 am Strand weiter. Bei Sternenhimmel, angenehmen 24 Grad und Wein + Bier verlebten wir dort weitere unvergessliche Stunden in einem Kreis von Menschen die sich vor 3 Monaten noch gar nicht gekannt haben! Schon crazy aber ein wirklich schoenes und zufriedenstellendes Gefuehl.

@ Weitere Berichte und Bilder ueber Weihnachten findet ihr natuerlich auch unter den blogs von Marcus, Dennis und Franzi und es lohnt sich deren Eindruecke zu lesen!

Dienstag, 25. Dezember 2007

News aus Boca

Was man in einer Woche Florida so alles erleben kann ist nahezu unglaublich. Um nicht den Ueberblick zu verlieren und meine Gedanken zu ordnen moechte ich diesen blog nutzen um Euch einen kleinen Einblick in mein jetziges Leben zu geben. Ich gehe davon aus dass es auch ruhigere Zeiten geben wird aber dieses Lebensphase ist wirklich sehr schoen und ich geniesse jede Stunde davon.

Von der Kreuzfahrt zurueck ging es gleich erst mal an den Strand und was sehen meine Augen... eine angeschwemmte Kokosnussstaude von den Bahamas mit mehreren reifen Fruechten dran. „Der kleine Robinson Crusoe“ in mir war sofort geweckt und ich verspuerte einen inneren Drang eine dieser Nuesse zu oeffen und zu probieren. Eine fatale Idee wie sich spaeter herausstellen sollte! Nach harter Arbeit war die Nuss also geoeffnet und ich kostete ca. einen halben Teeloeffel von der Milch. Geschmacklich OK aber trotzdem sollte ich nicht ahnen was ich mir damit fuer einen“ Riesengefallen“ getahn hatte. Am spaeten Nachmittag stand naemlich schon der naechste Punkt auf unserem Tagesplan und es ging mal wieder zum SHOPPEN. Die Fahrt nach Sawgrass war noch einigermassen ertraeglich aber dann bekam ich die Auswirkungen der Kokosmilch zu spueren. Mir war einfach nur sauschlecht (bitte entschuldigt diesen Ausdruck) und die naechsten 2 Stunden waren einfach nur furchtbar. Tausende Menschen um mich herum, ekelhafte Massentoilleten (die ich mehrere Male aufsuchen musste), Magenkraempfe,... und ich wollte nur noch in mein Bett. Was lernt man aus dieser Geschichte: Man muss auch mal einer Versuchung widerstehen koennen und nicht alles was gut ausschaut ist auch gut!
Am naechsten Tag ging es dann nach Miami & Miami Beach. Die Stadt hat wirklich viel zu bieten und wir haben nur einen Bruchteil von allem gesehen. Von Downtown aus ging es mit einer 1,5 stuendigen Hafenrundfahrt vorbei an den Villen der amerikanischen High Society welche auf bewachten Inseln in der Biscayne Bucht vor Miami liegen. Fuer mich ist es immer wieder unbegreiflich wie viel Geld einige Menschen besitzen muessen um sich diese Anwesen leisten zu koennen. Immerhin sprechen wir hier von Immobilienpreisen von mehreren zweistelligen Millionen Dollar Betraegen und davon gibt es hier in Suedflorida unzaehlige die zum Grossteil nur als Winterdomiziel genutzt werden. Am Abend ging es dann nach Miami Beach und dort gilt das Motto „Sehen und Gesehen werden“. Schoene Autos & Motorraeder, extrovertierte Menschen, wunderbare „Art Deco Architektur“ Bars, Kneipen und alles in einer lateinamerikaniaschen Atmosphaere. (Im Grossraum Miami wird mehr spanisch als english gesprochen). Der Tag ging bei Vollmond, einem guten Abendessen (die erste feste Mahlzeit nach meinem Kokosnusserlebnis) auf dem Ocean Drive zu Ende und wir haben die einmalige Stimmung in Miami Beach genossen. Dann folgte auch schon Weihnachten mit Marcus , Dennis, Franzi und uns Beiden (darueber gibt es einen Extrabericht da es sonst hier den Rahmen sprengen wuerde).

Am 25.Dezember haben wir einen Ausflug in die Everglades unternommen und eine Tour mit dem Airboot gemacht. Obwohl ich vor wenigen Wochen bereits ein aehnliches Erlebnis in Zentralflorida bei unserem Besuch bei Nils und Tina gemacht habe, war es wieder sehr schoen. Die Boote waren hier wesentlch groesser und bei weitem nicht so schnell aber dafuer sind wir den Alligatoren sehr viel naeher gekommen und haben schoene Fotos machen koennen. Dad und ich waren schon sehr beeindruckt wie „zutraulich“ diese Tiere sein koennen und ich konnte es kaum glauben, dass unser Bootsfuehrer die Alligatoren sogar angefasst hat. Ab dem 26.12.2007 bin ich dann wieder schoen fleissig ins Buero gegangen und Vati hat sich am Strand erholt. Am Nachmittag wurde dann Fahrrad gefahren, Tennis gespielt, letzte Fotos geschossen und fuer die Lieben daheim fleissig eingekauft. Ich kann hiermit nur jedem Besucher dringend empfehlen mindestens einen leeren Koffer dabei zu haben da z.B. auch mein Vati in einen kleinen Kaufrausch verfallen ist und ich Ihm am Ende noch eine extra Reisetasche mitgegeben musste. Parallel zu meinem Vati haben wir (Franzi und ich) bekanntlich auch noch Besuch von Marcus aus Mexiko (bleibt bis zum 02.Januar) und Dennis aus Kanada so dass die Abendplanung natuerlich auch nicht zu kurz kommen darf. Die Beiden wohnen bei Franzi und geniessen die Zeit hier in Florida mit den ueblichen Tagesbeschaeftigungen (Strand, Sport, skypen und natuerlich SHOPPEN) Am Donnerstag war dann Zeit des Abschiednehmens und ich habe erst Dennis und anschliessend meinen Dad zu den umliegenden Flughaefen gebracht. Schon immer ein wenig Schade wenn die Besucher in Ihre Terminals verschwinden aber man sieht sich ja schon bald wieder. Heute ist schon Freitag und die Woche noch lange nicht beendet. Morgen geht es dann zu Dritt (Marcus, Franzi und ich) nach Key West und wir wollen eine Nacht am Strand schlafen. Wird sicher ein Erlebnis und ich werde berichten.
Wie Ihr seht geht es mir sehr gut (habe nur zu wenig Schlaf) und der Bericht ueber Weihnachten in Boca sowie die Bilder von unserer Kreuzfahrt werden bald folgen. Bei dem jetzigen Pensum habe ich dass leider noch nicht geschafft. Gruesse in die Heimat und allen einen guten Start ins Jahr 2008!