Donnerstag, 27. Dezember 2007

Weihnachten 2007

Nachdem ich 2005 Weihnachten bereits unter der Sonne Suedafrikas gefeiert habe und mir das ausserordentlich gut gefallen hat, wird mir das diesjaehrige Weihnachtsfest auch sehr lange in Erinnerung bleiben. Der heilige Abend startete mit ca 30 Grad und strahlendem Sonnenschein so dass wir fast schon gezwungen waren zum Strand zu gehen. Ein unbeschreiblich gutes Gefuehl mit dem Bewusstsein am Strand zu entspannen, dass alle Freunde, Bekannte und Verwandte zur gleichen Zeit im bitterkalten Deutschland unterm Tannenbaum sitzen und keinen Fuss mehr vor die Tuer machen wollen.



Gegen 18 Uhr ging es dann zusammen mit Marcus, Dennis und Franzi zum Gottesdienst. Eine sehr interessante Erfahrung fuer uns alle da so ein Weihnachtsgottedienst "made in Florida" doch etwas anders ablaeuft als man es aus Deutschland gewohnt ist. Eine ultramoderne Kirche (eingerichtet mit Beamer, Soundanlange, Instrumenten,Klimaanlage, ...) erwartete uns und die "festliche Christmesse" sollte beginnen. Das gut 2 stuendige Unterhaltungsprogramm (die Bibelgeschichte wurde...sagen wir mal so ...etwas moderner interpretiert) versetzte mich schlussendlich doch in eine weihnachtliche Stimmungslage und gipfelte in einer gemeinsamen Candlelight-Zeremonie untermalt mit "Silent Night". Gluecklich und beseelt ging es anschliessend zum Weihnachtsdinner in den "Mizner Park" und spaeter noch in eine Strandbar.


Das eigentliche Weihnachtshighlight sollte aber am 25. Dezember folgen. (das Weihnachtsfest wird in Amerika auch erst an diesem Tag gefeiert) Als kleine Ueberraschung fuer unsere Gaeste hatten Franzi und ich uns ein gemuetliches Abendessen ganz im amerikanischen Stiel bei mir zu Hause ueberlegt. Nach langer Beratung haben wir uns fuer einen Truthan entschieden was im Nachhinein eine Superidee war. Die Zubereitung war extrem easy (Einfach 2 Stunden in den Backofen) und geschmacklich waren wir alle positiv ueberrascht. "Mama Franzi" war an diesem Abend ganz in Ihrem Element (hat sich wirklich fuersorglich um uns Maenner gekuemmert) und uns neben selbstgemachtem Sangria auch noch ein Pfefferkuchenhaus zum selberbasteln besorgt. Man kann sich ja vorstellen was mit Maenner passiert wenn Sie vor eine solche Herausforderung gestellt werden. Der kindliche Spieltrieb war sofort geweckt und nach kuerzester Zeit war das wohl "schoenste Lebkuchenhaus der Welt" in Gemeinschaftsarbeit fertiggestellt welches spaeter vom Tropensturm "Franziska" etwas beschaedigt wurde. Bei ausgelassener Stimmung wurden anschliessend noch Geschenke ausgetauscht und viel gelacht. Da man die Feste bekanntlich feiern soll wie sie fallen, ging es fuer uns 4 am Strand weiter. Bei Sternenhimmel, angenehmen 24 Grad und Wein + Bier verlebten wir dort weitere unvergessliche Stunden in einem Kreis von Menschen die sich vor 3 Monaten noch gar nicht gekannt haben! Schon crazy aber ein wirklich schoenes und zufriedenstellendes Gefuehl.

@ Weitere Berichte und Bilder ueber Weihnachten findet ihr natuerlich auch unter den blogs von Marcus, Dennis und Franzi und es lohnt sich deren Eindruecke zu lesen!

Dienstag, 25. Dezember 2007

News aus Boca

Was man in einer Woche Florida so alles erleben kann ist nahezu unglaublich. Um nicht den Ueberblick zu verlieren und meine Gedanken zu ordnen moechte ich diesen blog nutzen um Euch einen kleinen Einblick in mein jetziges Leben zu geben. Ich gehe davon aus dass es auch ruhigere Zeiten geben wird aber dieses Lebensphase ist wirklich sehr schoen und ich geniesse jede Stunde davon.

Von der Kreuzfahrt zurueck ging es gleich erst mal an den Strand und was sehen meine Augen... eine angeschwemmte Kokosnussstaude von den Bahamas mit mehreren reifen Fruechten dran. „Der kleine Robinson Crusoe“ in mir war sofort geweckt und ich verspuerte einen inneren Drang eine dieser Nuesse zu oeffen und zu probieren. Eine fatale Idee wie sich spaeter herausstellen sollte! Nach harter Arbeit war die Nuss also geoeffnet und ich kostete ca. einen halben Teeloeffel von der Milch. Geschmacklich OK aber trotzdem sollte ich nicht ahnen was ich mir damit fuer einen“ Riesengefallen“ getahn hatte. Am spaeten Nachmittag stand naemlich schon der naechste Punkt auf unserem Tagesplan und es ging mal wieder zum SHOPPEN. Die Fahrt nach Sawgrass war noch einigermassen ertraeglich aber dann bekam ich die Auswirkungen der Kokosmilch zu spueren. Mir war einfach nur sauschlecht (bitte entschuldigt diesen Ausdruck) und die naechsten 2 Stunden waren einfach nur furchtbar. Tausende Menschen um mich herum, ekelhafte Massentoilleten (die ich mehrere Male aufsuchen musste), Magenkraempfe,... und ich wollte nur noch in mein Bett. Was lernt man aus dieser Geschichte: Man muss auch mal einer Versuchung widerstehen koennen und nicht alles was gut ausschaut ist auch gut!
Am naechsten Tag ging es dann nach Miami & Miami Beach. Die Stadt hat wirklich viel zu bieten und wir haben nur einen Bruchteil von allem gesehen. Von Downtown aus ging es mit einer 1,5 stuendigen Hafenrundfahrt vorbei an den Villen der amerikanischen High Society welche auf bewachten Inseln in der Biscayne Bucht vor Miami liegen. Fuer mich ist es immer wieder unbegreiflich wie viel Geld einige Menschen besitzen muessen um sich diese Anwesen leisten zu koennen. Immerhin sprechen wir hier von Immobilienpreisen von mehreren zweistelligen Millionen Dollar Betraegen und davon gibt es hier in Suedflorida unzaehlige die zum Grossteil nur als Winterdomiziel genutzt werden. Am Abend ging es dann nach Miami Beach und dort gilt das Motto „Sehen und Gesehen werden“. Schoene Autos & Motorraeder, extrovertierte Menschen, wunderbare „Art Deco Architektur“ Bars, Kneipen und alles in einer lateinamerikaniaschen Atmosphaere. (Im Grossraum Miami wird mehr spanisch als english gesprochen). Der Tag ging bei Vollmond, einem guten Abendessen (die erste feste Mahlzeit nach meinem Kokosnusserlebnis) auf dem Ocean Drive zu Ende und wir haben die einmalige Stimmung in Miami Beach genossen. Dann folgte auch schon Weihnachten mit Marcus , Dennis, Franzi und uns Beiden (darueber gibt es einen Extrabericht da es sonst hier den Rahmen sprengen wuerde).

Am 25.Dezember haben wir einen Ausflug in die Everglades unternommen und eine Tour mit dem Airboot gemacht. Obwohl ich vor wenigen Wochen bereits ein aehnliches Erlebnis in Zentralflorida bei unserem Besuch bei Nils und Tina gemacht habe, war es wieder sehr schoen. Die Boote waren hier wesentlch groesser und bei weitem nicht so schnell aber dafuer sind wir den Alligatoren sehr viel naeher gekommen und haben schoene Fotos machen koennen. Dad und ich waren schon sehr beeindruckt wie „zutraulich“ diese Tiere sein koennen und ich konnte es kaum glauben, dass unser Bootsfuehrer die Alligatoren sogar angefasst hat. Ab dem 26.12.2007 bin ich dann wieder schoen fleissig ins Buero gegangen und Vati hat sich am Strand erholt. Am Nachmittag wurde dann Fahrrad gefahren, Tennis gespielt, letzte Fotos geschossen und fuer die Lieben daheim fleissig eingekauft. Ich kann hiermit nur jedem Besucher dringend empfehlen mindestens einen leeren Koffer dabei zu haben da z.B. auch mein Vati in einen kleinen Kaufrausch verfallen ist und ich Ihm am Ende noch eine extra Reisetasche mitgegeben musste. Parallel zu meinem Vati haben wir (Franzi und ich) bekanntlich auch noch Besuch von Marcus aus Mexiko (bleibt bis zum 02.Januar) und Dennis aus Kanada so dass die Abendplanung natuerlich auch nicht zu kurz kommen darf. Die Beiden wohnen bei Franzi und geniessen die Zeit hier in Florida mit den ueblichen Tagesbeschaeftigungen (Strand, Sport, skypen und natuerlich SHOPPEN) Am Donnerstag war dann Zeit des Abschiednehmens und ich habe erst Dennis und anschliessend meinen Dad zu den umliegenden Flughaefen gebracht. Schon immer ein wenig Schade wenn die Besucher in Ihre Terminals verschwinden aber man sieht sich ja schon bald wieder. Heute ist schon Freitag und die Woche noch lange nicht beendet. Morgen geht es dann zu Dritt (Marcus, Franzi und ich) nach Key West und wir wollen eine Nacht am Strand schlafen. Wird sicher ein Erlebnis und ich werde berichten.
Wie Ihr seht geht es mir sehr gut (habe nur zu wenig Schlaf) und der Bericht ueber Weihnachten in Boca sowie die Bilder von unserer Kreuzfahrt werden bald folgen. Bei dem jetzigen Pensum habe ich dass leider noch nicht geschafft. Gruesse in die Heimat und allen einen guten Start ins Jahr 2008!

Sonntag, 23. Dezember 2007

Caribbean Cruise… Teil 2



Nach einer milden Nacht in der Karibik erreichten wir am Mittwoch, 19.12.2007 die Kueste von Jamaika. Was fuer ein wunderbarer Anblick! Eine gruene Insel mitten in der Karibik und vor allem mit Bergen. Was fuer ein Genuss fuer meine Augen (Ich glaube ich habe seit Ende Oktober keine natuerliche Erhebung von mehr als 5 Metern gesehen). Gegen 8 Uhr sind wir in den Hafen von Ocho Rios eingelaufen und es ging gleich auf einen Katamaran der uns zu unserem Tagesziel den „Duns River Falls“ gebracht hat. Ein unvergessliches Erlebnis da alle (meine ) Erwartungen uebertroffen wurden. Jamaika wie es in unzaehligen Berichten geschildert wird,…Sonne, Reaggy, einheimische Taenzer & Taenzerinnen und die fantastische Landschaft versetzten uns alle in Verzueckung. Auch die Wasserfalle ( 180 meter) , welche wir in einer Gruppe zu Fuss erklommen haben, werde ich mit Sicherheit nicht vergessen. Auf dem Rueckweg ging die Party erst richtig los und man muss einfach dabei gewesen sein um das Temperament und Lebensfreude der Menschen zu erleben bzw zu beschreiben. (vielleicht helfen die Fotos)

Unser letzter Halt auf unserer Kreuzfahrt war am Donnerstag, 20.12.2007 auf Grand Turk (Bahamas). Eine kleine Insel am suedlichen Ende des Inselstaates welche seine eigene Faszination hat. Auf der einen Seite eine kleine hochmoderne Hafenstadt, welche sich zu 100 % auf die taeglich anlegenden Kreuzfahrtschiffe eingestellt hat (Shops, Bars, Strandcafes,…) und auf der anderen Seite urspruengliche und nahezu einsame Straende und heruntergekommene Huetten nur wenige Meilen entfernt. Wir haben uns fuer die Alternative B entschieden um die Atmosphaere der Karibik in Ruhe geniessen zu koennen. Der Tag wurde mit einem beindruckenden Sonnenuntergang gekroent und es kam nicht nur bei uns ein wehmuetiges (Abschieds) Gefuehl auf.


Nach einem letzten Tag auf See sind wir schlussendlich wieder gluecklich und zufrieden am Samstag morgen in Fort Lauderdale angekommen. Dort wartete Steven auf uns und er hat uns sicher zurueck nach Boca Raton gebracht. (Danke Steven) Mein Fazit fuer diese Woche auf der Costa Mediteranea faellt kurz und schmerzlos aus: FANTASTISCH! Heute haben wir schon den 23.Dezember 2007 und wir fuer uns geht es nach Miami. Wir wollen uns die Stadt in Ruhe ansehen und den abend in Miami Beach ausklingen lassen. Ich wuenche allen ein Frohes Weihnachtsfest und Gruesse aus dem warmen, sonnigen Florida!
@die Bilder der Kreuzfahrt werden in den naechsten Tagen in den blog gestellt da ich erst ausortieren muss.